Die Reise der Lohntransparenz
Von der Lohntransparenz zum Lohnexperten Vor bald 2 Jahren habe ich hier auf LinkedIn mit der Lohntransparenz gestartet. Ich wollte ein Thema aufgreifen, über das zwar alle sprechen wollen, aber kaum jemand wirklich spricht: Lohn. Ein Tabuthema in der Schweiz und der gesamten DACH-Region. Man redet über Benefits, Kultur, Homeoffice, Obstkörbe und moderne Büros, aber sobald es um den Lohn geht, wird es plötzlich still.

Von der Lohntransparenz zum Lohnexperten
Vor bald 2 Jahren habe ich hier auf LinkedIn mit der Lohntransparenz gestartet. Ich wollte ein Thema aufgreifen, über das zwar alle sprechen wollen, aber kaum jemand wirklich spricht: Lohn. Ein Tabuthema in der Schweiz und der gesamten DACH-Region. Man redet über Benefits, Kultur, Homeoffice, Obstkörbe und moderne Büros, aber sobald es um den Lohn geht, wird es plötzlich still.
Meine Idee war eigentlich simpel. Ich wollte echte Lohnabrechnungen anonymisiert veröffentlichen und damit etwas mehr Transparenz schaffen. Keine theoretischen Studien, keine geschönten Zahlen aus irgendwelchen Umfragen, sondern echte Zahlen von echten Menschen. Aus der Praxis. Aus der Schweiz. Aus verschiedenen Branchen, Funktionen, Regionen und Erfahrungsstufen.
Artikelinhalte 1. Lohnabrechnung der Serie Lohntransparenz, Oktober 2024 Was daraus entstanden ist, hätte ich so niemals erwartet. Wir wurden mit Lohnabrechnungen überrannt. Teilweise kamen täglich neue Einreichungen rein. Menschen aus der Pflege, aus der Industrie, aus dem Detailhandel, aus der IT, aus dem kaufmännischen Bereich, aus der Logistik, aus dem Verkauf und aus vielen weiteren Bereichen haben uns ihre Abrechnungen geschickt. Vom Lernenden bis zur Führungskraft war alles dabei.
Und plötzlich wurde aus einer einfachen LinkedIn-Serie ein richtig grosses Ding. Medien haben darüber berichtet, ich wurde zu Podcasts eingeladen und wir wurden mit Anfragen überschwemmt. Nicht, weil meine Person im Zentrum stand, sondern weil das Thema einen Nerv getroffen hat. Die Menschen wollten wissen, ob sie fair bezahlt werden. Sie wollten wissen, was andere verdienen. Sie wollten ein Gefühl dafür bekommen, wo sie selbst stehen. Und viele wollten einfach endlich einmal offen über Geld sprechen.
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Natürlich kam nicht nur positives Feedback. Gerade von Unternehmensseite gab es teilweise auch Kritik. Einige fanden es problematisch, dass Lohnabrechnungen veröffentlicht wurden, auch wenn diese anonymisiert waren. Einige haben sich angegriffen gefühlt. Andere haben versucht, das Thema kleinzureden. Für mich war aber genau das der Beweis, dass dieses Thema wichtig ist. Denn wenn Transparenz stört, muss man sich vielleicht fragen, warum sie stört.
Mit der Zeit wurde aus der Lohntransparenz aber mehr als nur eine Serie. Es kamen immer mehr Nachrichten von Menschen, die nicht nur wissen wollten, was andere verdienen, sondern die ihre eigene Situation einordnen lassen wollten. Nachrichten wie: «Armend, ist mein Lohn fair?» oder «Ich habe ein Angebot erhalten, soll ich es annehmen?» oder «Ich arbeite seit 8 Jahren im gleichen Unternehmen und weiss nicht, ob ich zu wenig verdiene.» Genau daraus entstand dann die Lohnanalyse.
Zu deiner persönlichen Lohnanalyse: https://cvolution.ch/service-salary
Heute analysieren wir Löhne nicht einfach nach Bauchgefühl, sondern mit Erfahrung aus über 10 Jahren Personalberatung, täglichen Gesprächen mit Kandidaten und Unternehmen, echten Marktdaten, Lohnabrechnungen, Stellenprofilen und Verhandlungen aus der Praxis. Wir schauen nicht nur auf den Bruttolohn, sondern auf das Gesamtbild. Funktion, Branche, Region, Erfahrung, Ausbildung, Verantwortung, Unternehmensgrösse, Benefits, Entwicklungsmöglichkeiten und auch darauf, wie realistisch eine Steigerung aktuell überhaupt ist. Wir durften bereits mehr als 1500 Lohnanalysen durchführen.
Denn genau hier liegt oft der Fehler. Viele vergleichen nur eine Zahl mit einer anderen Zahl. Aber Lohn ist nicht einfach nur eine Zahl. Ein Sachbearbeiter in einem KMU im Aargau ist nicht automatisch mit einem Sachbearbeiter in einem internationalen Konzern in Zürich vergleichbar. Eine Person mit 5 Jahren Erfahrung ist nicht gleich einzuordnen wie jemand mit 15 Jahren Erfahrung. Und manchmal ist ein Lohn auf den ersten Blick gut, aber im Marktvergleich trotzdem zu tief. Umgekehrt gibt es auch Fälle, bei denen jemand überzeugt ist, massiv unterbezahlt zu sein, obwohl der Lohn eigentlich fair ist.
Genau deshalb braucht es eine saubere Einordnung. Nicht einfach ein «Du verdienst zu wenig» oder «Du verdienst genug», sondern eine ehrliche Analyse. Wo stehst du heute? Was wäre realistisch? Wie gross ist dein Verhandlungsspielraum? Wie kannst du argumentieren? Und lohnt sich eine Verhandlung überhaupt oder wäre ein Stellenwechsel langfristig sinnvoller?
Aus der ursprünglichen Lohntransparenz ist für mich deshalb ein neues Kapitel entstanden. Vom Veröffentlichen von Lohnabrechnungen hin zur konkreten Unterstützung von Menschen. Von der reinen Transparenz hin zur Einordnung. Vom Tabuthema hin zur Beratung. Und genau deshalb sehe ich mich heute nicht einfach als jemand, der Lohnabrechnungen postet, sondern als jemand, der Menschen hilft, ihren Marktwert besser zu verstehen.
Und jetzt stehen wir bei einem Punkt, der mich wirklich freut: Der Newsletter hat mittlerweile 10’000 Leser erreicht. 10’000 Menschen, die sich für Lohn, Transparenz, Karriere, Arbeitsmarkt und Bewerbungsunterlagen interessieren. Das ist schon eine Zahl, die man zuerst einmal kurz wirken lassen muss.
Als ich damit gestartet habe, hätte ich niemals gedacht, dass sich so viele Menschen dafür interessieren. Heute sehe ich aber: Das Bedürfnis ist riesig. Viele Menschen wollen nicht jammern, sie wollen verstehen. Sie wollen wissen, wo sie stehen. Sie wollen vorbereitet in Gespräche gehen. Sie wollen faire Chancen haben. Und sie wollen nicht mehr komplett im Dunkeln tappen, wenn es um ihren Lohn geht. Zuerst haben wir die Abrechnungen via LinkedIn und Mail entgegengenommen. Mit der Zeit haben wir uns entwickelt und eine entsprechende Homepage erstellt.
Artikelinhalte Lohnabrechnung kann man jetzt online und unabhängig von der Analyse hochladen. Dafür möchte ich Danke sagen. Danke an alle, die ihre Lohnabrechnung eingereicht haben. Danke an alle, die kommentieren, teilen, diskutieren und auch kritisch hinterfragen. Danke an alle, die mir schreiben, ihre Situation schildern und Vertrauen schenken. Ohne diese Community wäre die Lohntransparenz nie zu dem geworden, was sie heute ist.
Und weil wir die 10’000 Leserinnen und Leser erreicht haben, gibt es ein kleines Gewinnspiel.
Unter allen Kommentaren zu diesem Newsletter verlose ich 5 Lohnanalysen im PDF im Wert von je CHF 69. Bei dieser Analyse schauen wir deine aktuelle Lohnsituation an und ordnen ein, ob dein Lohn marktgerecht ist, wo du stehst und welches Potenzial realistisch vorhanden ist.
Was musst du dafür tun? Ganz einfach: Kommentiere unter diesem Newsletter.
Und wenn du zu Transparenz beitragen möchtest, lade deine Abrechnung gerne hier hoch:
Ich bin gespannt wo die Reise hingeht und freue mich auf jeden von euch, der mich auf dieser Reise begleitet!